Achtung: Phishing-Welle im Namen der AOK – Fallen Sie nicht auf die „Beitragsrückerstattung“ herein!
Es klingt fast zu gut, um wahr zu sein: Die Krankenkasse meldet sich unaufgefordert und stellt eine Rückzahlung von mehreren Hundert Euro in Aussicht. Doch Vorsicht! Aktuell kursieren gefälschte E-Mails im Namen der AOK (insbesondere in Niedersachsen), die es nur auf eines abgesehen haben: Ihre sensiblen Zahlungsdaten.
In diesem Beitrag erfahren Sie, wie Sie die Betrugsmasche erkennen und wie Sie sich richtig verhalten.
Der Köder: Mehrere Hundert Euro Rückerstattung
Seit Anfang Dezember 2025 häufen sich die Meldungen über eine neue, besonders perfide Phishing-Mail. Die Betrüger nutzen das Vertrauen in die AOK aus und versprechen den Empfängern eine Beitragsrückerstattung.
Die Masche im Detail:
Der Vorwand: Angeblich stünde Ihnen eine Rückzahlung zu.
Der Call-to-Action: Um das Geld zu erhalten, müssten Sie lediglich einen Online-Antrag ausfüllen.
Die Falle: In der Mail befindet sich ein Link, der auf eine täuschend echt aussehende Website führt. Dort werden Sie aufgefordert, Ihre Zahlungsdaten (Bankverbindung, Kreditkartendaten) einzugeben.
Wichtiger Hinweis: Die AOK würde Sie niemals per E-Mail auffordern, über einen einfachen Link Ihre sensiblen Bankdaten für eine Rückerstattung preiszugeben.
So erkennen Sie die Fake-Mail der AOK
Phishing-Mails werden immer professioneller, doch bei genauerem Hinsehen lassen sie sich entlarven. Achten Sie auf folgende Warnsignale:
Die Absenderadresse: Prüfen Sie, ob die E-Mail-Adresse tatsächlich von der Domain
@aok.destammt oder ob kryptische Zeichenfolgen enthalten sind.Druck und Dringlichkeit: Betrüger behaupten oft, man müsse schnell handeln, da der Anspruch sonst verfalle.
Verlinkungen: Fahren Sie mit der Maus über den Button oder Link (ohne zu klicken!). Unten im Browser wird Ihnen das wahre Ziel angezeigt. Führt der Link zu einer Adresse, die nicht offiziell zur AOK gehört? Dann ist es Betrug.
Abfrage von Bankdaten: Offizielle Erstattungen laufen über bereits bekannte Kontoverbindungen oder gesicherte Portale (wie das offizielle AOK-Serviceportal), bei denen Sie sich sicher einloggen müssen.
Was tun, wenn Sie die Mail erhalten haben?
Sollten Sie eine solche Nachricht in Ihrem Posteingang finden, bewahren Sie Ruhe.
Klicken Sie auf keine Links.
Geben Sie keine Daten ein.
Antworten Sie nicht auf die Mail.
Löschen Sie die E-Mail am besten sofort oder verschieben Sie diese in den Spam-Ordner.
Ich habe meine Daten bereits eingegeben – was nun?
Falls Sie den Betrügern bereits Ihre Daten übermittelt haben, ist schnelles Handeln gefragt:
Bank kontaktieren: Lassen Sie Ihr Konto oder Ihre Kreditkarte umgehend sperren (Notrufnummer 116 116).
Polizei informieren: Erstatten Sie Anzeige wegen Betrugs.
AOK informieren: Setzen Sie sich mit Ihrer zuständigen AOK-Geschäftsstelle in Verbindung, um den Vorfall zu melden.
Zusammenfassung der Fakten
Region: Schwerpunkt Niedersachsen (bundesweit möglich)
Betreff: Beitragsrückerstattung der AOK
Gefahr: Diebstahl von Zahlungs- und Bankdaten
Handlungsempfehlung: Mail sofort löschen, Link nicht anklicken